Normalerweise lernt das Immunsystem, körpereigenes Gewebe zu ignorieren, ein Zustand namens Toleranz. Bei einer Autoimmunerkrankung bricht diese Toleranz zusammen, und Antikörper oder T-Zellen greifen gesundes Gewebe an.
Wie die Toleranz versagt
Gene, Hormone und Auslöser wie Infektionen wirken zusammen und durchbrechen die Toleranz. Viele Autoimmunerkrankungen sind bei Frauen häufiger und treten oft familiär gehäuft auf.
Organspezifische Erkrankungen
Manche richten sich gegen ein einziges Organ, etwa Typ-1-Diabetes (insulinbildende Betazellen), Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow (Schilddrüse) sowie Multiple Sklerose (Myelin in Gehirn und Rückenmark).
Systemische Erkrankungen
Andere betreffen viele Organe, etwa der systemische Lupus erythematodes (Haut, Gelenke, Nieren, Blut) und die rheumatoide Arthritis (Gelenkinnenhaut und darüber hinaus). Die Beschwerden verlaufen oft in Schüben.
Tests und Behandlung
Autoantikörpertests wie ANA, Rheumafaktor und Anti-CCP stützen die Diagnose, ergänzt durch CRP und BSG. Die Behandlung dämpft das Immunsystem mit Kortikosteroiden und immunmodulierenden Medikamenten oder ersetzt, was verloren ging, etwa Insulin oder Schilddrüsenhormon.
Am Krankenbett
Fragen Sie nach Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit, Hautausschlägen, Müdigkeit und Familienanamnese, denn Autoimmunerkrankungen beginnen oft mit unklaren Beschwerden. Patienten unter Immunsuppressiva sind infektanfällig, nehmen Sie daher jedes Fieber ernst.
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Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).