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B-Zellen und Antikörper

Hier lernen, dann am Patienten üben.

B-Zellen bilden Antikörper, Proteine, die an ein bestimmtes Antigen binden. Da Antikörper in Blut und Körperflüssigkeiten zirkulieren, spricht man von humoraler Immunität.

Aktivierung

Jede B-Zelle trägt auf ihrer Oberfläche einen Antikörper, der zu einem Antigen passt. Bindet sie dieses Antigen und erhält Hilfe von einer T-Helferzelle, vermehrt sie sich zu Plasmazellen, die Antikörper ausschütten, sowie zu langlebigen Gedächtnis-B-Zellen.

Was Antikörper tun

Antikörper neutralisieren Toxine und Viren, indem sie sie blockieren, umhüllen Bakterien, damit Fresszellen sie schneller aufnehmen, und aktivieren das Komplement. Sie markieren Erreger zur Zerstörung, statt sie direkt zu töten.

Erster und zweiter Kontakt

Beim ersten Kontakt steigt IgM innerhalb von etwa einer Woche an, danach folgt IgG. Beim zweiten Kontakt bilden Gedächtniszellen binnen weniger Tage große Mengen IgG, die Grundlage dauerhafter Immunität.

Antikörper und Blutgruppen

Jeder Mensch besitzt natürlicherweise Antikörper gegen die ABO-Blutgruppenantigene, die ihm fehlen. Deshalb kann ABO-unverträgliches Blut eine schnelle, schwere Transfusionsreaktion auslösen.

KlasseVorkommenHauptaufgabe
IgGBlut und Gewebe, plazentagängigWichtigster Langzeitschutz
IgMBlutErster Antikörper bei neuer Infektion
IgASchleim, Tränen, Speichel, MuttermilchSchützt die Schleimhäute
IgEAn Mastzellen gebundenAllergie und Abwehr von Parasiten
IgDOberfläche der B-ZelleHilft beim Start der B-Zell-Aktivierung

Am Krankenbett

Vor einer Transfusion verhindern ABO- und Rh-Bestimmung und Kreuzprobe eine Reaktion durch die eigenen Antikörper des Patienten. In der Serologie spricht IgM für eine frische Infektion, IgG allein meist für eine zurückliegende Infektion oder Immunität.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).