Ein gebrochener Knochen heilt, indem er neuen Knochen bildet, keine Narbe. Der Prozess dauert Wochen bis Monate und braucht eine gute Durchblutung und eine stabile Fraktur.
Hämatom und Entzündung
Zerrissene Gefäße bluten und bilden innerhalb von Stunden ein Gerinnsel um den Bruch. Entzündungszellen räumen Trümmer weg und setzen Signale frei, die Reparaturzellen anlocken.
Weicher Kallus
In den ersten zwei bis drei Wochen sprossen neue Gefäße ein, und Zellen lagern Knorpel und Bindegewebe ab, die den Spalt überbrücken. Der Bruch schmerzt weniger, ist aber noch nicht stabil.
Harter Kallus
In den folgenden Wochen wird der weiche Kallus durch unreifen Geflechtknochen ersetzt. Im Röntgenbild erscheint der Kallus als wolkige Manschette um die Fraktur, und der Knochen ist meist stärker belastbar.
Umbau
Über Monate bis Jahre wird der klobige Kallus entlang der Belastungslinien zu kompaktem, geordnetem Knochen umgebaut. Kinder bauen schneller um und können Achsenfehlstellungen teilweise ausgleichen.
Was die Heilung verzögert
Rauchen, Diabetes, Mangelernährung, Kortison, Infektionen, schlechte Durchblutung und zu viel Bewegung im Bruchspalt verzögern die Heilung oder führen zur Pseudarthrose.
Am Krankenbett
Prüfen Sie nach dem Schienen oder Gipsen Puls, Hautfarbe, Sensibilität und Motorik distal der Verletzung, denn die Schwellung der ersten Tage kann die Durchblutung gefährden. Schmerzen, die in keinem Verhältnis zur Verletzung stehen, können auf ein Kompartmentsyndrom hinweisen.
Passende Anleitungen
Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).