Eine Bewegung beginnt als Plan im Gehirn und endet als Muskelkontraktion. Mehrere Hirnregionen arbeiten zusammen, damit sie flüssig, kräftig und genau wird.
Motorischer Kortex
Der primäre motorische Kortex, direkt vor dem Sulcus centralis, sendet Signale über die Pyramidenbahn (Tractus corticospinalis). Die meisten Fasern kreuzen im unteren Hirnstamm, deshalb bewegt die linke Hirnhälfte die rechte Körperseite.
Oberes und unteres Motoneuron
Obere Motoneurone ziehen vom Gehirn zum Rückenmark, untere Motoneurone vom Rückenmark zum Muskel. Eine Schädigung des unteren Motoneurons führt zu Schwäche mit Muskelschwund, niedrigem Tonus und Muskelzuckungen (Faszikulationen).
Basalganglien
Diese tiefen Kerne helfen, gewollte Bewegungen zu starten und ungewollte zu unterdrücken. Der Dopaminmangel bei Morbus Parkinson führt zu Verlangsamung, Rigor und Ruhetremor.
Kleinhirn
Das Kleinhirn vergleicht die geplante Bewegung mit der tatsächlichen und korrigiert Fehler. Eine Schädigung führt zu Ungeschicklichkeit, Intentionstremor und einem unsicheren, breitbasigen Gang auf der Seite der Läsion.
| Merkmal | Oberes Motoneuron | Unteres Motoneuron |
|---|---|---|
| Tonus | Erhöht (spastisch) | Vermindert (schlaff) |
| Reflexe | Gesteigert | Abgeschwächt oder fehlend |
| Muskelmasse | Leichter Schwund, spät | Deutlicher Schwund |
| Faszikulationen | Fehlen | Vorhanden |
| Fußsohlenreflex | Zehe nach oben | Zehe nach unten |
Am Krankenbett
Finger-Nase-Versuch, Knie-Hacken-Versuch und schnelle Wechselbewegungen prüfen das Kleinhirn. Das Muster aus Schwäche, Tonus und Reflexen zeigt Ihnen, ob das Problem in Gehirn, Rückenmark, Nerv oder Muskel liegt.
Passende Anleitungen
Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).