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Männliche Geschlechtsorgane

Hier lernen, dann am Patienten üben.

Die männlichen Geschlechtsorgane bilden Spermien und Testosteron und leiten die Spermien aus dem Körper. Vieles davon liegt außerhalb des Beckens und lässt sich deshalb gut mit den Händen untersuchen.

Hoden und Skrotum

Die Hoden bilden Spermien in gewundenen Samenkanälchen und Testosteron in den Zellen zwischen diesen Kanälchen. Das Skrotum hält sie einige Grad kühler als das Körperinnere, was die Spermienbildung braucht.

Nebenhoden und Samenleiter

Spermien reifen im Nebenhoden, einem kommaförmigen Gang an der Rückseite jedes Hodens. Der Samenleiter führt sie durch den Leistenkanal nach oben ins Becken.

Anhangsdrüsen

Bläschendrüsen und Prostata liefern den größten Teil der Samenflüssigkeit. Die Prostata umschließt die Harnröhre direkt unterhalb der Blase, daher kann eine vergrößerte Prostata den Harnfluss behindern.

Penis und Harnröhre

Die Harnröhre leitet sowohl Urin als auch Samen. Eine Erektion entsteht, wenn sich das schwammartige Schwellkörpergewebe unter der Steuerung von Nerven und Gefäßen mit Blut füllt.

StrukturHauptaufgabeWas Sie tasten oder sehen
HodenBildet Spermien und TestosteronGlatt, fest, oval, etwa 4 bis 5 cm lang
NebenhodenSpeichert Spermien und lässt sie reifenWeicher Wulst an der Hodenrückseite
SamenleiterLeitet Spermien zur HarnröhreFester Strang im Samenstrang
ProstataLiefert Flüssigkeit für das EjakulatBei der rektalen Untersuchung tastbar, prallelastisch, mit mittlerer Furche

Am Krankenbett

Ein schmerzhafter, hochstehender Hoden mit fehlendem Kremasterreflex spricht für eine Hodentorsion, einen chirurgischen Notfall. Ein harter, schmerzloser Knoten im Hoden braucht dringend einen Ultraschall, um Krebs auszuschließen.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).