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Hirnhäute und Liquor

Hier lernen, dann am Patienten üben.

Gehirn und Rückenmark schwimmen in Liquor (Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) innerhalb von drei schützenden Häuten. Die Kenntnis dieser Schichten erklärt die verschiedenen Hirnblutungen und wie eine Lumbalpunktion funktioniert.

Drei Schichten

Von außen nach innen liegen die feste Dura mater, die dünne Arachnoidea und die zarte Pia mater, die der Hirnoberfläche anliegt. Liquor füllt den Subarachnoidalraum zwischen Arachnoidea und Pia mater.

Räume und Blutungen

Ein epidurales Hämatom, meist arteriell, sammelt sich zwischen Schädel und Dura. Ein subdurales Hämatom, meist aus eingerissenen Venen, liegt unter der Dura, und eine Subarachnoidalblutung, oft aus einem Aneurysma, breitet sich im Liquor aus.

Liquorbildung

Der Plexus choroideus in den Ventrikeln bildet etwa 500 mL Liquor pro Tag, während jeweils nur etwa 150 mL vorhanden sind. Er fließt von den Seitenventrikeln über den dritten und vierten Ventrikel in den Subarachnoidalraum.

Resorption und Abflussstörung

Liquor fließt über die Arachnoidalzotten in die venösen Sinus ab. Ist Fluss oder Resorption blockiert, staut sich Flüssigkeit (Hydrozephalus) und der Druck im Schädel steigt.

UntersuchungNormaler Liquor beim ErwachsenenAbweichender Befund spricht für
AussehenKlar und farblosTrüb: Infektion; blutig oder gelblich: Blutung
Leukozyten0 bis 5 Zellen/µLMeningitis oder Entzündung
EiweißEtwa 15 bis 45 mg/dLInfektion, Blutung oder Entzündung, wenn erhöht
GlukoseEtwa 60 Prozent der BlutglukoseBakterielle Meningitis, wenn erniedrigt

Am Krankenbett

Die Lumbalpunktion erfolgt in Höhe L3 bis L4 oder L4 bis L5, weil das Rückenmark oberhalb davon endet. Fieber, Kopfschmerz und Nackensteife sprechen für eine meningeale Reizung und erfordern eine dringende Abklärung.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).