Gesichts- und Halsmuskeln lassen uns Gefühle zeigen, kauen, schlucken sowie den Kopf halten und drehen. Jede Gruppe hat ihren eigenen Hirnnerv, daher prüft man mit den Muskeln auch diese Nerven.
Mimik
Dünne Muskeln unter der Haut wie der M. frontalis, M. orbicularis oculi, M. orbicularis oris und M. buccinator bewegen das Gesicht. Alle werden vom N. facialis (Hirnnerv VII) versorgt.
Kauen
Der M. masseter, der M. temporalis und die Mm. pterygoidei bewegen den Kiefer. Sie werden vom N. trigeminus (Hirnnerv V) versorgt.
Hals
Der M. sternocleidomastoideus dreht den Kopf zur Gegenseite, und der M. trapezius hebt die Schulter. Beide werden vom N. accessorius (Hirnnerv XI) versorgt.
Aussparung der Stirn
Das obere Gesicht erhält Signale aus beiden Hirnhälften, das untere Gesicht vor allem aus der Gegenseite. Ein Schlaganfall spart die Stirn meist aus, während eine Fazialisparese wie die Bell-Parese die ganze Seite schwächt.
| Muskelgruppe | Nerv | Schnelltest |
|---|---|---|
| Mimik | Facialis (VII) | Stirn runzeln, Augen fest zukneifen, lächeln |
| Kaumuskeln | Trigeminus (V) | Zähne zusammenbeißen, Masseter tasten |
| Sternocleidomastoideus und Trapezius | Accessorius (XI) | Kopf drehen und Schultern heben gegen Widerstand |
Am Krankenbett
Die Prüfung dieser Muskeln gehört zur Hirnnervenuntersuchung. Ein hängender unterer Gesichtsteil bei normaler Stirn weckt den Verdacht auf einen Schlaganfall und erfordert sofortiges Handeln.
Passende Anleitungen
Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).