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Neurone und ihre Stützzellen

Hier lernen, dann am Patienten üben.

Neurone sind die Zellen, die Signale leiten, und die viel zahlreicheren Gliazellen halten sie funktionsfähig. Die meisten reifen Neurone teilen sich nicht, deshalb werden verlorene Neurone kaum ersetzt.

Aufbau eines Neurons

Dendriten empfangen Signale und geben sie an den Zellkörper weiter, der den Zellkern enthält. Das Axon leitet das Signal fort, manchmal über mehr als einen Meter, bis zu seinen Endigungen.

Myelin

Viele Axone sind von Myelin umhüllt, einer fetthaltigen Isolierschicht mit kleinen Lücken, den Ranvier-Schnürringen. Myelin macht die Leitung viel schneller und spart Energie.

Gliazellen

Gliazellen bilden Myelin, regeln das chemische Milieu um die Neurone, räumen Abbauprodukte weg und kleiden die flüssigkeitsgefüllten Räume des Gehirns aus. Ohne sie überleben Neurone nicht.

Regeneration

Periphere Nerven können langsam nachwachsen, etwa 1 mm pro Tag, wenn die von Schwann-Zellen gebildete Hülle erhalten bleibt. Schäden in Gehirn und Rückenmark heilen schlecht und hinterlassen oft eine Narbe.

ZelleOrtHauptaufgabe
AstrozytenZNSStützen Neurone, bilden die Blut-Hirn-Schranke mit, regulieren Ionen
OligodendrozytenZNSBilden Myelin für jeweils mehrere Axone
MikrogliaZNSImmunabwehr, räumen Zelltrümmer und Erreger weg
EpendymzellenZNS (Ventrikel)Kleiden die Ventrikel aus und helfen bei der Liquorbildung
Schwann-ZellenPNSBilden Myelin für einen Axonabschnitt und leiten das Nachwachsen

Am Krankenbett

Myelinverlust erklärt die Multiple Sklerose im ZNS und das Guillain-Barré-Syndrom im PNS. Beide verlangsamen oder blockieren die Leitung und zeigen sich in der Untersuchung als Schwäche, Taubheit oder veränderte Reflexe.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).