Ein Reflex ist eine schnelle, automatische Antwort, die nicht auf eine Entscheidung des Gehirns wartet. Die einfachsten Reflexbögen laufen in einer einzigen Schleife über das Rückenmark.
Teile des Bogens
Ein Rezeptor nimmt den Reiz wahr, ein sensibles Neuron leitet ihn zum Rückenmark, und ein motorisches Neuron leitet die Antwort zum Muskel. Manche Bögen schalten Interneurone dazwischen.
Dehnungsreflex
Ein Schlag auf die Sehne dehnt die Muskelspindel, die das sensible Neuron erregt; dieses ist direkt mit dem motorischen Neuron verbunden, und der Muskel zieht sich zusammen. Der Patellarsehnenreflex prüft die Segmente L3 und L4.
Wegziehreflex
Tritt man auf etwas Spitzes, wird der Fuß über mehrere Interneurone weggezogen, während sich das andere Bein streckt, um den Körper zu halten. Das geschieht, bevor der Schmerz gespürt wird.
Steuerung durch das Gehirn
Die oberen Motoneurone aus dem Gehirn dämpfen die Reflexe normalerweise. Eine Schädigung von Gehirn oder Rückenmark nimmt diese Bremse weg und die Reflexe werden gesteigert, während eine Schädigung von Nerv oder Wurzel sie abschwächt oder aufhebt.
| Reflex | Nervenwurzel | Muskel |
|---|---|---|
| Bizepssehnenreflex | C5, C6 | Bizeps |
| Trizepssehnenreflex | C7 | Trizeps |
| Patellarsehnenreflex | L3, L4 | Quadrizeps |
| Achillessehnenreflex | S1 | Wade (Gastrocnemius) |
Am Krankenbett
Bewerten Sie Reflexe von 0 (fehlend) bis 4 (mit Klonus) und vergleichen Sie immer beide Seiten. Eine nach oben gehende Großzehe (positives Babinski-Zeichen) beim Erwachsenen weist auf eine Schädigung des oberen Motoneurons hin.
Passende Anleitungen
Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).