Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein etwa 25 cm langer Muskelschlauch, der hinter Luftröhre und Herz verläuft. Sie leitet Nahrung und Flüssigkeit vom Rachen in den Magen.
Aufbau
Das obere Drittel besteht aus Skelettmuskulatur, der untere Teil aus glatter Muskulatur. Sie tritt durch den Hiatus oesophageus des Zwerchfells und mündet in den Magen.
Peristaltik
Koordinierte Wellen von Muskelkontraktionen schieben den Bolus nach unten, deshalb funktioniert Schlucken sogar im Liegen. Ein Bolus erreicht den Magen in etwa 5 bis 10 Sekunden.
Zwei Schließmuskeln
Der obere Ösophagussphinkter hält beim Atmen Luft aus der Speiseröhre fern. Der untere Ösophagussphinkter erschlafft, um Nahrung durchzulassen, und schließt sich dann, damit keine Magensäure zurückfließt.
Die Schleimhaut
Die Speiseröhre ist mit mehrschichtigem Plattenepithel ausgekleidet, das Reibung gut verträgt, Säure aber nicht. Wiederholter Reflux entzündet sie und kann über Jahre die Schleimhaut verändern (Barrett-Ösophagus).
Am Krankenbett
Sodbrennen spricht für einen schwachen unteren Schließmuskel, steckenbleibende Nahrung für eine Engstelle oder eine Motilitätsstörung. Die Strecke Nase, Ohrläppchen, Schwertfortsatz bestimmt die Länge einer Magensonde.
Passende Anleitungen
Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).