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Die neurologische Untersuchung erklärt

Hier lernen, dann am Patienten üben.

Die neurologische Untersuchung prüft jeden Teil des Nervensystems in einer festen Reihenfolge. Fügt man die Befunde zusammen, weiß man schon vor jeder Bildgebung, wo das Problem liegt.

Psychischer Befund

Bewusstseinslage, Orientierung, Aufmerksamkeit, Sprache und Gedächtnis prüfen die Großhirnhälften. Probleme beim Finden oder Verstehen von Wörtern weisen auf die dominante Hirnhälfte hin, meist die linke.

Hirnnerven

Die zwölf Hirnnerven prüfen den Hirnstamm, vom Riechen und Sehen bis zum Schlucken und zur Zungenbewegung. Ein Hirnnervenausfall mit Schwäche der Gegenseite des Körpers spricht für eine Läsion im Hirnstamm.

Motorik und Reflexe

Achten Sie auf Muskelschwund und prüfen Sie dann Tonus, Kraft (Grad 0 bis 5) und Reflexe. Das Muster unterscheidet Schäden des oberen von solchen des unteren Motoneurons.

Sensibilität, Koordination und Gang

Prüfen Sie Berührung, Schmerz, Vibration und Lagesinn, dann das Kleinhirn mit Finger-Nase- und Knie-Hacken-Versuch. Den Patienten gehen zu sehen ist einer der aussagekräftigsten Tests des gesamten Systems.

TeilPrüftBeispiel
Psychischer BefundGroßhirnhälftenOrientierung, Sprache
HirnnervenHirnstammPupillen, Mimik
MotorikMotorische Bahnen, Nerven, MuskelnKraft 0 bis 5, Reflexe
SensibilitätSensible BahnenSpitz-Stumpf, Vibration
KoordinationKleinhirnFinger-Nase-Versuch

Am Krankenbett

Vergleichen Sie bei jedem Schritt links mit rechts, denn eine Seitendifferenz zählt mehr als jeder einzelne Befund. Plötzliche Schwäche, ein hängender Mundwinkel oder Sprachstörungen sind ein Schlaganfall, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).