Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) schützen den Körper vor Infektionen und räumen geschädigtes Gewebe ab. Sie entstehen im Knochenmark und gelangen mit dem Blut dorthin, wo sie gebraucht werden.
Neutrophile Granulozyten
Sie sind die häufigsten weißen Blutkörperchen und erreichen eine bakterielle Infektion als Erste. Sie verschlingen und töten Bakterien und sind die Hauptzellen im Eiter.
Lymphozyten
B-Zellen bilden Antikörper, T-Zellen töten infizierte Zellen und steuern die Immunantwort. Virusinfektionen erhöhen oft die Zahl der Lymphozyten.
Monozyten, Eosinophile und Basophile
Monozyten verlassen das Blut und werden zu Makrophagen, die Zelltrümmer beseitigen. Eosinophile steigen bei Allergien und Parasiten an; Basophile setzen bei allergischen Reaktionen Histamin frei.
Die Leukozytenzahl
Beim Erwachsenen liegt die normale Leukozytenzahl bei etwa 4.000 bis 11.000 Zellen pro Mikroliter. Ein hoher Wert spricht für Infektion, Entzündung, Kortisontherapie oder eine Blutkrebserkrankung; ein niedriger Wert erhöht das Risiko schwerer Infektionen.
| Zelle | Anteil an den Leukozyten | Hauptaufgabe |
|---|---|---|
| Neutrophile | 50 bis 70 % | Bakterien töten |
| Lymphozyten | 20 bis 40 % | Antikörper und Virusabwehr |
| Monozyten | 2 bis 8 % | Werden zu Makrophagen |
| Eosinophile | 1 bis 4 % | Allergien und Parasiten |
| Basophile | Unter 1 % | Histamin freisetzen |
Am Krankenbett
Eine absolute Neutrophilenzahl unter 500 Zellen pro Mikroliter bedeutet ein hohes Infektionsrisiko. Fieber ist bei diesem Patienten ein Notfall, der sofort Blutkulturen und Antibiotika erfordert.
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Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).