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Warum Dekubitus entsteht

Hier lernen, dann am Patienten üben.

Ein Dekubitus ist ein Schaden an Haut und darunterliegendem Gewebe durch Druck, der zu lange anhält. Er entsteht meist über einem Knochen, wo das Gewebe zwischen Knochen und Bett oder Stuhl eingeklemmt wird.

Druck und Durchblutung

Wenn der Druck von außen höher ist als der Druck in den kleinen Gefäßen, erreicht kein Blut mehr das Gewebe. Ohne Sauerstoff beginnen Zellen innerhalb von Stunden abzusterben, wobei Muskel und Fett oft vor der Haut geschädigt werden.

Scherkräfte, Reibung und Feuchtigkeit

Scherkräfte entstehen, wenn die Haut liegen bleibt, während der Körper rutscht, etwa beim Hochstellen des Kopfteils, und sie zerreißen kleine Gefäße. Feuchtigkeit durch Schweiß oder Inkontinenz weicht die Haut auf und lässt sie schneller zerfallen.

Wer gefährdet ist

Am stärksten gefährdet sind Patienten, die sich nicht gut bewegen oder wenig spüren, etwa nach einem Schlaganfall, bei einer Rückenmarksverletzung oder unter Sedierung. Mangelernährung, niedriger Blutdruck und hohes Alter erhöhen das Risiko.

Typische Stellen

Kreuzbein, Fersen, Hüften, Ellenbogen und Hinterkopf. Auch Medizinprodukte wie Masken, Schläuche und Schienen können dort Schäden verursachen, wo sie auf die Haut drücken.

KategorieWas Sie sehenTiefe
Kategorie 1Intakte Haut, Rötung, die sich nicht wegdrücken lässtHaut intakt
Kategorie 2Flache offene Wunde oder Blase, rosa WundgrundTeilschichtig
Kategorie 3Vollschichtiger Hautverlust, Fett kann sichtbar seinBis in die Fettschicht
Kategorie 4Knochen, Sehne oder Muskel sichtbarVollschichtig und tiefer

Am Krankenbett

Kontrollieren Sie in jeder Schicht die Haut über Knochenvorsprüngen und drücken Sie auf gerötete Stellen, um zu sehen, ob sie abblassen. Lagern Sie gefährdete Patienten regelmäßig um, oft etwa alle 2 Stunden, und verwenden Sie eine Risikoskala wie die Braden-Skala.

Passende Anleitungen

Von Making Synapses verfasst. Themenreferenz: OpenStax, Anatomy and Physiology 2e (kein Text übernommen).