Die allergische Rhinitis ist eine IgE-vermittelte Reaktion der Nasenschleimhaut auf eingeatmete Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel oder Tierhaare. Sie kann saisonal oder ganzjährig auftreten und geht oft mit Asthma, Ekzem und allergischer Konjunktivitis einher.
Leitsymptome
- Niesen und klarer Fließschnupfen
- Verstopfte und juckende Nase
- Juckende, tränende Augen
- Sekret im Rachen, Husten und schlechter Schlaf
- Beschwerden abhängig von Jahreszeit oder Exposition
Befunde bei der Untersuchung
- Blasse, ödematöse, geschwollene Nasenmuscheln
- Dunkle Ringe unter den Augen (allergische Augenringe)
- Querfalte auf dem Nasenrücken durch häufiges Reiben
- Gerötete, tränende Bindehaut
- Giemen als Hinweis auf Asthma
Diagnostik
- Die Diagnose ist meist klinisch
- Pricktest oder spezifisches IgE im Blut zur Bestimmung der Allergene
- Peak-Flow oder Spirometrie bei Verdacht auf Asthma
Grundlagen der Behandlung
- Auslöser meiden: Milbenschutzbezüge, Luftfilter, Fenster in der Pollensaison geschlossen halten
- Nasales Kortikosteroid wie Fluticason, das wirksamste Einzelmedikament
- Orales Antihistaminikum der zweiten Generation wie Cetirizin oder Loratadin
- Nasales Antihistaminikum wie Azelastin; Montelukast bei ausgewählten Patienten
- Allergen-Immuntherapie bei anhaltenden Beschwerden
Warnzeichen
- Einseitige Verstopfung, Blutung oder übelriechendes Sekret (an Polyp oder Tumor denken)
- Giemen oder Atemnot (Asthma)
- Fieber, Gesichtsschmerz und Schwellung als Hinweis auf eine Nebenhöhleninfektion
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.