Eine Asthma-Exazerbation ist ein Anfall, bei dem sich die Atemwege verengen und entzünden, mit mehr Giemen, Husten und Atemnot als sonst. Viele leichte bis mittelschwere Anfälle lassen sich in der Praxis behandeln, doch der Behandelnde muss den Schweregrad rasch einschätzen und wissen, wann der Patient in die Notaufnahme muss.
Leitsymptome
- Atemnot, Giemen und Engegefühl in der Brust
- Husten, oft nachts stärker
- Häufigerer Gebrauch des Notfallsprays
- Auslöser wie Erkältung, Allergene, Rauch oder Absetzen der Dauertherapie
Befunde bei der Untersuchung
- Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen, Atem- und Herzfrequenz
- Sauerstoffsättigung
- Giemen, verlängertes Exspirium, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
- Eine stille Lunge bei einem Patienten in Not ist ein Gefahrenzeichen
Diagnostik
- Peak-Flow im Vergleich zum persönlichen Bestwert
- Pulsoxymetrie
- Röntgen-Thorax nur bei Verdacht auf Pneumonie oder Pneumothorax
- Peak-Flow und Beschwerden nach der Behandlung erneut prüfen
Grundlagen der Behandlung
- Salbutamol per Dosieraerosol mit Spacer oder Vernebler, alle 20 Minuten über 1 Stunde
- Ipratropium bei mittelschweren bis schweren Anfällen ergänzen
- Orales Kortikosteroid wie Prednison über 5 Tage
- Sauerstoff mit Zielsättigung 93 bis 95 Prozent
- Inhalationstechnik, Dauertherapie und schriftlichen Notfallplan prüfen; Kontrolle in wenigen Tagen
Warnzeichen
- Kann nicht sprechen, ist schläfrig oder verwirrt
- Stille Lunge, Sättigung unter 90 Prozent oder Peak-Flow unter 50 Prozent nach Behandlung
- Frühere Intubation oder Intensivaufenthalt wegen Asthma
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.