Eine zerebrale arteriovenöse Malformation ist ein Knäuel abnormer Gefäße, in dem Arterien ohne dazwischenliegende Kapillaren direkt in Venen übergehen. Sie ist meist angeboren und wird oft bei jungen Erwachsenen nach einer Blutung oder einem Krampfanfall entdeckt.
Leitsymptome
- Plötzliche starke Kopfschmerzen, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit durch eine Blutung
- Krampfanfälle
- Wiederkehrende Kopfschmerzen
- Fortschreitende Schwäche, Taubheit oder Seh- oder Sprachstörungen
- Oft keine Symptome; Zufallsbefund in der Bildgebung
Befunde bei der Untersuchung
- Bewusstseinslage mit der Glasgow-Koma-Skala
- Fokale neurologische Ausfälle
- Zeichen erhöhten Hirndrucks: Stauungspapille, langsamer Puls, hoher Blutdruck
- Manchmal ein Strömungsgeräusch über dem Schädel oder dem Auge
Diagnostik
- Native CT des Kopfes bei akuter Blutung
- MRT und MR- oder CT-Angiografie zur Darstellung der Malformation
- Katheterangiografie (digitale Subtraktion) als Goldstandard für die Therapieplanung
- Gerinnung und Blutbild vor Eingriffen
Grundlagen der Behandlung
- Akute Blutung: Atemweg, Blutdruckkontrolle, neurochirurgische Versorgung auf der Intensivstation
- Antiepileptikum wie Levetiracetam bei Anfällen
- Operative Entfernung, stereotaktische Radiochirurgie oder Embolisation, je nach Größe und Lage
- Beobachtung mancher nicht rupturierter Befunde mit gemeinsamer Entscheidungsfindung
Warnzeichen
- Plötzlich der schlimmste Kopfschmerz des Lebens
- Fallender Glasgow-Wert oder neue Schwäche
- Ein erster Krampfanfall bei einem jungen Erwachsenen
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.