Bei der Beckenendlage liegen Steiß oder Füße des Kindes unten in der Gebärmutter statt des Kopfes. Vor der 36. Woche ist sie häufig, am Termin betrifft sie aber etwa 3 bis 4 Prozent der Schwangerschaften und verändert die Geburtsplanung.
Leitsymptome
- Meist keine Symptome; Befund bei einer Vorsorgeuntersuchung
- Tritte tief im Becken oder auf der Blase spürbar
- Druck oder Beschwerden unter den Rippen durch den kindlichen Kopf
- Risikofaktoren: Frühgeburtlichkeit, Zwillinge, Uterusfehlbildungen, wenig Fruchtwasser
Befunde bei der Untersuchung
- Leopold-Handgriffe: harter, runder Kopf im Fundus tastbar
- Kindliche Herztöne am besten oberhalb des Nabels hörbar
- Weicher vorangehender Teil oder Füße bei der vaginalen Untersuchung
- Fundusstand und mütterliche Vitalzeichen
Diagnostik
- Ultraschall zur Bestätigung der Lage und der Art der Beckenendlage
- Ultraschall für Fruchtwassermenge, Plazentasitz und kindliches Wachstum
- CTG vor und nach jedem Wendungsversuch
- Blutgruppe und Rhesusfaktor
Grundlagen der Behandlung
- Äußere Wendung um die 37. Woche anbieten, wenn keine Kontraindikationen bestehen
- Anti-D-Immunglobulin nach der Wendung bei Rh-negativer Patientin
- Geplanter Kaiserschnitt, wenn das Kind in Beckenendlage bleibt, das häufigste Vorgehen in den USA
- Vaginale Beckenendlagengeburt nur in ausgewählten Fällen mit erfahrenem Team
Warnzeichen
- Blasensprung mit tastbarer oder sichtbarer Nabelschnur (Nabelschnurvorfall)
- Auffälliges CTG nach der Wendung
- Vaginale Blutung oder anhaltende Bauchschmerzen
In Making Synapses üben
Making Synapses-Fälle
Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.