Beim Herzstillstand pumpt das Herz kein Blut mehr wirksam, sodass der Patient nicht reagiert, nicht normal atmet und keinen Puls hat. Das Überleben hängt von schneller Reanimation und früher Defibrillation ab, gefolgt von der Behandlung der Ursache und guter Versorgung nach Rückkehr des Kreislaufs.
Leitsymptome
- Plötzlicher Zusammenbruch und keine Reaktion
- Keine Atmung oder nur Schnappatmung
- Manchmal kurz vorher Brustschmerz, Herzklopfen oder Atemnot
Befunde bei der Untersuchung
- Reaktion, Atmung und zentralen Puls in höchstens 10 Sekunden prüfen
- Rhythmus am Monitor oder AED: Kammerflimmern, pulslose VT, PEA oder Asystolie
- Endtidales Kohlendioxid zur Beurteilung der Reanimationsqualität und der Rückkehr des Kreislaufs
- Hinweise auf die Ursache: Trauma, Überdosis, Unterkühlung, Ertrinken
Diagnostik
- Rhythmusanalyse alle 2 Minuten
- Blutzucker, Kalium und Blutgasanalyse
- Point-of-Care-Ultraschall auf Tamponade, Pneumothorax oder fehlende Herzbewegung
- 12-Kanal-EKG nach Rückkehr des Kreislaufs
Grundlagen der Behandlung
- Hochwertige Herzdruckmassage: Frequenz 100 bis 120, Tiefe mindestens 5 cm, vollständige Entlastung, wenige Pausen
- Kammerflimmern oder pulslose VT so früh wie möglich defibrillieren
- Adrenalin 1 mg IV oder IO alle 3 bis 5 Minuten
- Amiodaron oder Lidocain bei schockrefraktärem Kammerflimmern oder VT
- Reversible Ursachen (HITS) behandeln und Postreanimationsversorgung sicherstellen
Warnzeichen
- Keine Reaktion mit Schnappatmung oder fehlender Atmung
- Endtidales Kohlendioxid unter 10 mmHg während der Reanimation
- Lange Unterbrechungen der Herzdruckmassage
In Making Synapses üben
Making Synapses-Fälle
Passende Anleitungen
Quellen: AHA Guidelines for CPR and ECC; NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.