Bei der Herzbeuteltamponade sammelt sich Flüssigkeit oder Blut so schnell im Herzbeutel, dass das Herz zusammengedrückt wird, sich nicht mehr füllen kann und die Auswurfleistung sinkt. Ursachen sind unter anderem Krebs, Perikarditis, Nierenversagen, Thoraxtrauma und Eingriffe am Herzen, und ohne rasche Entlastung verläuft sie tödlich.
Leitsymptome
- Atemnot und schnelle Atmung
- Brustschmerz oder Druckgefühl
- Schwindel, Ohnmacht oder Unruhe
- Müdigkeit
- Plötzlicher Kollaps nach einem Thoraxtrauma
Befunde bei der Untersuchung
- Beck-Trias: niedriger Blutdruck, gestaute Halsvenen, leise Herztöne
- Pulsus paradoxus: systolischer Druck fällt bei Einatmung um mehr als 10 mmHg
- Schneller Puls
- Freie Lunge trotz Atemnot
- Kühle Haut und Schockzeichen
Diagnostik
- Echokardiografie am Bett: Erguss mit diastolischem Kollaps des rechten Herzens
- EKG: Niedervoltage und elektrischer Alternans
- Röntgen-Thorax: großes, bocksbeutelförmiges Herz, wenn sich der Erguss langsam gebildet hat
- Labor zur Ursache: Blutbild, Nierenfunktion, Gerinnung
Grundlagen der Behandlung
- Dringende ultraschallgesteuerte Perikardpunktion
- Chirurgische Drainage bei Trauma oder nach Herzoperation
- Flüssigkeit i.v. als Überbrückung zur Unterstützung der Füllung
- Diuretika, Nitrate und Überdruckbeatmung möglichst vermeiden
- Ursache behandeln und auf erneute Ergussbildung achten
Warnzeichen
- Fallender Blutdruck oder Bewusstseinsstörung
- Pulslose elektrische Aktivität
- Thoraxtrauma mit gestauten Halsvenen
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.