Das kongenitale Zika-Syndrom entsteht, wenn sich eine Mutter in der Schwangerschaft mit dem Zika-Virus infiziert, meist durch Mückenstiche, und das Virus das sich entwickelnde Gehirn schädigt. Babys können mit schwerer Mikrozephalie, Augenschäden und steifen Gelenken zur Welt kommen und brauchen eine langfristige Betreuung durch mehrere Fachärzte.
Leitsymptome
- Sehr kleiner Kopf bei der Geburt
- Reizbarkeit, übermäßiges Schreien oder Krampfanfälle
- Probleme beim Trinken und Schlucken
- Steife Gliedmaßen und Bewegungsprobleme
- Schlechtes Sehen oder Hören, das den Eltern auffällt
Befunde bei der Untersuchung
- Kopfumfang unter der 3. Perzentile, mit teilweise eingefallenem Schädel
- Überschüssige Hautfalten an der Kopfhaut
- Gelenkkontrakturen wie Klumpfuß oder gebeugte Finger
- Erhöhter Muskeltonus und lebhafte Reflexe
- Auffälliger Rotreflex oder Augenbefunde
Diagnostik
- Zika-RNA-PCR aus Serum und Urin des Säuglings sowie Zika-IgM in den ersten Lebenstagen
- Schädelsonografie, CT oder MRT: Verkalkungen im Gehirn und dünne Hirnrinde
- Augenuntersuchung in Mydriasis durch einen Augenarzt
- Hörtest mit Hirnstammaudiometrie (BERA)
Grundlagen der Behandlung
- Kein Virostatikum; die Versorgung ist unterstützend und lebenslang
- Teamversorgung: Neurologie, Augenheilkunde, Audiologie und Entwicklungstherapie
- Antiepileptika bei Krampfanfällen
- Unterstützung beim Füttern und Wachstumskontrolle; Ernährungssonde bei Bedarf
- Vorbeugung in der Schwangerschaft: Reisen in Ausbruchsgebiete meiden, Mückenschutz und Kondome
Warnzeichen
- Krampfanfälle
- Verschlucken oder Husten beim Füttern, was für eine Aspiration spricht
- Schlechte Gewichtszunahme oder Austrocknung
In Making Synapses üben
Making Synapses-Fälle
Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.