Pseudokrupp ist eine Virusinfektion, meist durch Parainfluenzaviren, bei der Kehlkopf und Luftröhre bei Kindern von etwa 6 Monaten bis 3 Jahren anschwellen. Die meisten Fälle sind leicht und werden in der Praxis mit einer einzigen Steroiddosis und klaren Hinweisen für die Familie behandelt.
Leitsymptome
- Bellender Husten, wie ein Seehund, nachts schlimmer
- Heisere Stimme
- Geräusch beim Einatmen (Stridor), oft beim Weinen
- Schnupfen und leichtes Fieber ein bis zwei Tage vorher
Befunde bei der Untersuchung
- Stridor in Ruhe oder nur bei Aufregung
- Atemarbeit: Einziehungen, Nasenflügeln
- Sauerstoffsättigung, bei leichtem Pseudokrupp meist normal
- Wachheit, Hautfarbe und Flüssigkeitszustand
- Kein Speicheln und kein schwer kranker Eindruck; sonst an Epiglottitis denken
Diagnostik
- Die Diagnose ist klinisch; in typischen Fällen keine Tests nötig
- Schweregrad-Score wie der Westley-Score
- Röntgen des Halses nur bei untypischem Bild (Kirchturmzeichen)
Grundlagen der Behandlung
- Eine Dosis Dexamethason oral (0,15 bis 0,6 mg/kg) bei jedem Schweregrad
- Vernebeltes Adrenalin (Epinephrin) bei Stridor in Ruhe, danach 2 bis 4 Stunden beobachten
- Kind ruhig auf dem Schoß eines Elternteils halten; belastende Maßnahmen vermeiden
- Fiebersenkung und Flüssigkeit zu Hause
- Eltern erklären, wann sie wiederkommen oder den Notruf wählen sollen
Warnzeichen
- Stridor in Ruhe oder starke Einziehungen
- Speicheln, Schluckbeschwerden oder schwer kranker Eindruck
- Niedriger Sauerstoff, Zyanose, Erschöpfung oder verminderte Wachheit
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; NCSBN 2026 NCLEX-RN Test Plan. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.