Bei der dilatativen Kardiomyopathie wird der linke Ventrikel weit und schwach, sodass die Ejektionsfraktion sinkt und eine Herzinsuffizienz entsteht. Ursachen sind unter anderem Gene, Alkohol, virale Myokarditis, manche Chemotherapeutika, Schwangerschaft und lang anhaltend hohe Herzfrequenzen, doch oft findet sich keine Ursache.
Leitsymptome
- Atemnot bei Belastung oder im Liegen
- Müdigkeit und geringere Belastbarkeit
- Beinödeme
- Herzklopfen
- Ohnmacht
Befunde bei der Untersuchung
- Verlagerter, verbreiterter Herzspitzenstoß
- Dritter Herzton; Geräusch einer Mitralinsuffizienz
- Erhöhter Jugularvenendruck und Rasselgeräusche über der Lunge
- Beinödeme
- Zeichen von Alkoholkonsum oder anderen Ursachen
Diagnostik
- Echokardiografie: erweiterter linker Ventrikel mit niedriger Ejektionsfraktion
- EKG und Langzeit-EKG auf Rhythmusstörungen
- BNP, Schilddrüsenwerte, Eisenstatus, HIV-Test, Nierenfunktion
- Koronarangiografie oder CT zum Ausschluss einer ischämischen Ursache
- Kardio-MRT; Gentest bei familiärer Belastung
Grundlagen der Behandlung
- Basistherapie der Herzinsuffizienz: Sacubitril-Valsartan, Betablocker, Spironolacton, SGLT2-Hemmer
- Schleifendiuretikum gegen Wassereinlagerungen
- Alkohol und herzschädigende Medikamente absetzen
- ICD zur Vorbeugung des plötzlichen Herztods; CRT bei breitem QRS
- Antikoagulation bei Vorhofflimmern; Herztransplantation im Endstadium
Warnzeichen
- Ohnmacht oder anhaltende ventrikuläre Tachykardie
- Atemnot in Ruhe
- Niedriger Blutdruck mit kalten Extremitäten
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Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.