Die Epididymitis ist eine Entzündung des Nebenhodens, des gewundenen Gangs hinter dem Hoden, meist durch eine Infektion. Bei sexuell aktiven Männern unter 35 sind Chlamydien und Gonokokken die Hauptursachen, bei älteren Männern sind Harnwegsbakterien wie E. coli häufiger.
Leitsymptome
- Hodenschmerz, der über Stunden bis Tage zunimmt
- Schwellung und Rötung einer Seite des Hodensacks
- Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre
- Fieber bei manchen Patienten
Befunde bei der Untersuchung
- Druckschmerzhafter, geschwollener Nebenhoden hinter dem Hoden
- Schmerz kann beim Anheben des Hodens nachlassen (Prehn-Zeichen)
- Normaler Kremasterreflex, was gegen eine Torsion spricht
- Auf Harnröhrenausfluss und Leistenhernie prüfen
Diagnostik
- Urinuntersuchung und Urinkultur
- NAAT auf Chlamydien und Gonokokken
- Doppler-Ultraschall des Skrotums: vermehrte Durchblutung, schließt Torsion aus
- HIV- und Syphilistest bei Verdacht auf STI
Grundlagen der Behandlung
- STI-Risiko: Einmaldosis Ceftriaxon plus Doxycyclin für 10 Tage
- Harnwegsbakterien wahrscheinlich: Levofloxacin für 10 Tage
- Ruhe, Hodenhochlagerung, Kühlung und NSAR
- Partner behandeln und bis zum Therapieende auf Sex verzichten
Warnzeichen
- Plötzlicher starker Schmerz mit fehlendem Kremasterreflex (Hodentorsion)
- Fieber mit fluktuierender Schwellung (Abszess)
- Sepsis oder keine Besserung nach 72 Stunden
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Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.