Bei der Tubenfunktionsstörung öffnet und schließt sich die Ohrtrompete, die das Mittelohr mit dem hinteren Nasenraum verbindet, nicht richtig, sodass sich der Druck im Mittelohr nicht ausgleichen kann. Sie folgt oft auf eine Erkältung, Allergien oder einen Flug, und die meisten Fälle bessern sich innerhalb von Wochen von selbst.
Leitsymptome
- Völle- oder Druckgefühl im Ohr
- Gedämpftes Hören
- Knacken, Knistern oder Klicken
- Leichte Ohrenschmerzen, stärker beim Fliegen oder Tauchen
- Eigene Stimme oder Atmung klingt laut (klaffende Tube)
Befunde bei der Untersuchung
- Otoskopie: retrahiertes Trommelfell oder Flüssigkeit dahinter
- Pneumatische Otoskopie: verminderte Trommelfellbeweglichkeit
- Stimmgabeln: leichtes Schallleitungsmuster
- Nase und Rachen: Schwellung, Allergiezeichen, große Rachenmandeln bei Kindern
Diagnostik
- Tympanometrie: Unterdruck oder flache Kurve
- Audiogramm bei anhaltendem Hörverlust
- Nasenendoskopie bei einseitigem, anhaltendem Erguss beim Erwachsenen, um einen Nasenrachentumor auszuschließen
Grundlagen der Behandlung
- Abwarten; die meisten Fälle bessern sich in Wochen
- Autoinflation: sanftes Valsalva-Manöver, Kauen, Gähnen, Nasenballon
- Kortisonhaltiges Nasenspray wie Fluticason bei Allergie; abschwellende Mittel nur wenige Tage
- Paukenröhrchen oder Ballondilatation der Tube durch die HNO bei anhaltenden Fällen
Warnzeichen
- Einseitiger anhaltender Paukenerguss beim Erwachsenen (möglicher Nasenrachenkrebs)
- Plötzlicher Hörverlust, Schwindel oder Gesichtsschwäche
- Starke Ohrenschmerzen mit Fieber oder Ausfluss
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Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.