Herpes genitalis ist eine lebenslange Infektion mit Herpes-simplex-Virus Typ 2 oder Typ 1, die immer wieder schmerzhafte Bläschen und Geschwüre verursacht. Das Virus kann auch ohne sichtbare Läsionen übertragen werden, daher sind Beratung und Suppressionstherapie wichtige Teile der Behandlung.
Leitsymptome
- Kribbeln oder Brennen, bevor die Läsionen erscheinen
- Gruppen schmerzhafter Bläschen, die zu flachen Geschwüren aufbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Fieber, Gliederschmerzen und Kopfschmerz bei der Erstepisode
- Rückfälle sind meist milder und kürzer
Befunde bei der Untersuchung
- Gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund oder flache, schmerzhafte Geschwüre
- Druckschmerzhafte geschwollene Lymphknoten in beiden Leisten
- Volle Blase durch Harnverhalt
- Läsionen an Muttermund oder Rektum bei der Untersuchung
- Auf Zeichen anderer sexuell übertragbarer Infektionen achten
Diagnostik
- HSV-PCR (NAAT) aus einer frischen, eröffneten Läsion
- Typspezifische HSV-Bluttests in ausgewählten Fällen, nicht als Routinescreening
- Auf Syphilis, HIV, Gonorrhö und Chlamydien testen
- Schwangerschaftstest, wenn relevant
Grundlagen der Behandlung
- Erstepisode: Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir für 7 bis 10 Tage
- Rückfälle: Kurztherapie, beim ersten Kribbeln begonnen
- Tägliches suppressives Valaciclovir, um Schübe und Übertragung zu verringern
- Kondome und kein Sex, solange Läsionen oder Symptome bestehen
- Schwangerschaft: Suppressionstherapie ab der 36. Woche; Kaiserschnitt bei Läsionen unter der Geburt
Warnzeichen
- Kopfschmerz, steifer Nacken oder Verwirrtheit
- Unfähigkeit, Wasser zu lassen
- Genitale Läsionen in der späten Schwangerschaft oder unter der Geburt
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.