Die Pneumocystis-Pneumonie (PCP) ist eine Pilzinfektion der Lunge, die Menschen mit fortgeschrittener HIV-Infektion trifft, meist bei CD4-Zahlen unter 200 Zellen/µL. Sie beginnt oft langsam, kann aber zu schwerem Sauerstoffmangel und Atemversagen führen.
Leitsymptome
- Trockener Husten, der über Wochen langsam zunimmt
- Atemnot, vor allem bei Belastung
- Fieber, Schwitzen und Müdigkeit
- Gewichtsverlust
- Weiße Beläge im Mund (Soor)
Befunde bei der Untersuchung
- Schnelle Atmung und Herzfrequenz
- Sauerstoffsättigung, die beim Gehen abfällt
- Lungenbefund oft normal oder mit wenigen Rasselgeräuschen
- Mundsoor und andere Zeichen einer Immunschwäche
Diagnostik
- Arterielle Blutgasanalyse zur Messung des Sauerstoffs und Entscheidung über Steroide
- Röntgen-Thorax: diffuse beidseitige Verschattung; CT bei normalem Röntgen
- HIV-Test, CD4-Zahl und Viruslast
- Induziertes Sputum oder Bronchoskopie zum Erregernachweis; LDH oft erhöht
Grundlagen der Behandlung
- Trimethoprim-Sulfamethoxazol für 21 Tage
- Prednison bei PaO2 unter 70 mmHg oder A-a-Gradient von 35 oder mehr
- Sauerstoff und Atemunterstützung nach Bedarf
- Antiretrovirale Therapie innerhalb von etwa 2 Wochen beginnen
- Prophylaxe mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol, solange CD4 unter 200 bleibt
Warnzeichen
- Rasch fallende Sättigung oder zunehmende Atemarbeit
- Plötzlicher Brustschmerz und Atemnot durch einen Pneumothorax
- Verwirrtheit oder niedriger Blutdruck
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Passende Anleitungen
Quellen: CDC, Guideline for Isolation Precautions (2007) and PPE sequence; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.