Eine Hyperkaliämie ist ein Kaliumwert im Blut über etwa 5,0 mmol/l, meist durch Nierenversagen, bestimmte Medikamente oder eine Verschiebung von Kalium aus den Zellen. Hohes Kalium stört das elektrische System des Herzens und kann tödliche Herzrhythmusstörungen auslösen.
Leitsymptome
- Oft keine Symptome
- Muskelschwäche oder schwere Beine
- Herzklopfen
- Übelkeit
- Kribbeln oder Lähmungen in schweren Fällen
Befunde bei der Untersuchung
- Langsamer oder unregelmäßiger Puls
- Muskelschwäche mit abgeschwächten Reflexen
- Volumenstatus und Urinmenge
- Hinweise auf die Ursache: Nierenerkrankung, Quetschverletzung, Verbrennungen
Diagnostik
- Kalium wiederholen, wenn die Probe hämolytisch sein kann; Kreatinin und Glukose bestimmen
- 12-Kanal-EKG: spitze T-Wellen, breiter QRS-Komplex, fehlende P-Wellen, Sinuswellenmuster
- Blutgasanalyse auf Azidose
- Medikamente prüfen: ACE-Hemmer, ARB, Spironolacton, NSAR, Trimethoprim
Grundlagen der Behandlung
- Bei EKG-Veränderungen: Kalziumglukonat IV zum Schutz des Herzens
- Kalium in die Zellen verschieben: Insulin IV mit Glukose und vernebeltes Salbutamol
- Kalium entfernen: Schleifendiuretika, ein Binder wie Natriumzirconiumcyclosilicat oder Dialyse
- Kaliumpräparate und auslösende Medikamente absetzen
- Kontinuierliches Herzmonitoring und wiederholte Kontrollen
Warnzeichen
- Jede EKG-Veränderung, besonders ein breiter QRS-Komplex oder Bradykardie
- Kalium über 6,5 mmol/l
- Muskellähmung oder Herzstillstand
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.