Ein Hyphäma ist Blut, das sich in der Vorderkammer zwischen Hornhaut und Iris sammelt, meist nach einem stumpfen Augentrauma. Es kann den Augendruck erhöhen und in den ersten Tagen nachbluten, daher sind enge Kontrollen nötig.
Leitsymptome
- Verschwommenes Sehen nach einem Schlag aufs Auge
- Augenschmerz und Lichtempfindlichkeit
- Rötlicher Schleier oder sichtbare Blutschicht im Auge
- Übelkeit oder Kopfschmerz bei hohem Augendruck
Befunde bei der Untersuchung
- Blutspiegel am Boden der Vorderkammer beim sitzenden Patienten
- Sehschärfe und Pupillenreaktionen
- Augendruck erst messen, wenn eine Bulbusruptur ausgeschlossen ist
- Nach weiteren Verletzungen suchen: Bulbusruptur, Orbitafraktur
Diagnostik
- CT der Orbita, wenn Bulbusruptur oder Fraktur möglich ist
- Test auf Sichelzellkrankheit bei Risikopatienten
- Gerinnungstests bei Antikoagulation oder Blutungsneigung
Grundlagen der Behandlung
- Oberkörper 30 bis 45 Grad hoch und ruhige Schonung
- Augenschutzklappe; Aspirin und NSAR meiden
- Zykloplegische und kortisonhaltige Augentropfen nach augenärztlicher Anordnung
- Hohen Augendruck mit Tropfen wie Timolol behandeln
- Tägliche augenärztliche Kontrollen in den ersten Tagen
Warnzeichen
- Nachblutung, meist in den ersten 3 bis 5 Tagen
- Anhaltend hoher Augendruck, besonders bei Sichelzellkrankheit
- Blut füllt die ganze Vorderkammer oder das Sehen verschlechtert sich
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Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.