Ein Nierenstein ist eine harte Ablagerung aus Mineralien, meist Kalziumoxalat, die sich in der Niere bildet und in den Harnleiter wandern kann. Blockiert er den Harnfluss, verursacht er plötzliche, starke Schmerzen, die in Wellen kommen.
Leitsymptome
- Plötzliche starke Flankenschmerzen, die in Wellen kommen
- Ausstrahlung in den Unterbauch, die Leiste oder den Hoden
- Übelkeit und Erbrechen
- Blut im Urin; Harndrang oder Brennen, wenn der Stein tief sitzt
- Unruhe, keine bequeme Lage möglich
Befunde bei der Untersuchung
- Windet sich vor Schmerzen, anders als bei einer Peritonitis, bei der Patienten still liegen
- Klopfschmerz im Kostovertebralwinkel
- Weicher Bauch ohne peritoneale Zeichen
- Temperatur und Vitalzeichen, um Infektion oder Sepsis zu erkennen
Diagnostik
- Urinuntersuchung: Blut; auf Infektzeichen achten
- Nierenfunktion, Elektrolyte, Blutbild; Schwangerschaftstest, wenn relevant
- Niedrigdosis-CT ohne Kontrastmittel ist Standard; Ultraschall in der Schwangerschaft und bei Kindern
- Urin sieben und den Stein analysieren lassen
Grundlagen der Behandlung
- Schmerzlinderung: zuerst NSAR wie Ketorolac, Opioide bei Bedarf
- Antiemetika und Flüssigkeit bei Erbrechen
- Tamsulosin kann den Abgang von Steinen mit 5 bis 10 mm erleichtern
- Urologie bei großen Steinen, Infektion, ausbleibendem Abgang oder Einzelniere
- Vorbeugung: so viel trinken, dass etwa 2,5 L Urin pro Tag entstehen; Ernährung je nach Steinart
Warnzeichen
- Fieber mit einem blockierenden Stein: ein Notfall, der eine dringende Drainage braucht
- Wenig Urin oder steigendes Kreatinin, besonders bei Einzelniere
- Älterer Patient mit Flankenschmerz: ein Bauchaortenaneurysma ausschließen
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.