Die leichte kognitive Störung ist ein Abbau von Gedächtnis oder Denken, der stärker ist als für das Alter zu erwarten, die Person aber den Alltag noch selbstständig bewältigen lässt. Manche bleiben stabil oder bessern sich, andere entwickeln eine Demenz, deshalb sind Verlaufskontrollen wichtig.
Leitsymptome
- Häufigeres Vergessen kürzlicher Ereignisse oder Gespräche
- Dinge verlegen oder Fragen wiederholen
- Wortfindungsstörungen oder Mühe mit komplexen Aufgaben
- Weiterhin selbstständig im Alltag
Befunde bei der Untersuchung
- Kognitives Screening wie Mini-Cog oder MoCA
- Neurologische Untersuchung auf fokale Zeichen oder Parkinsonismus
- Screening auf Depression
- Prüfung von Hören und Sehen
Diagnostik
- Vitamin B12, Schilddrüsenwerte, Stoffwechselwerte und Blutbild
- Überprüfung von Medikamenten, die das Denken beeinträchtigen, wie Anticholinergika und Beruhigungsmittel
- MRT des Kopfes zur Suche nach Schlaganfall, Tumor oder Hydrozephalus
- Neuropsychologische Testung für eine genaue Beurteilung
Grundlagen der Behandlung
- Behandelbare Ursachen behandeln und schädliche Medikamente absetzen
- Regelmäßige Bewegung, soziale Kontakte und geistige Aktivität
- Blutdruck, Diabetes und Hörverlust gut einstellen
- Kognitive Testung etwa einmal im Jahr wiederholen
- Vorausplanen: Fahrsicherheit, Finanzen und Patientenverfügung
Warnzeichen
- Rascher Abbau über Wochen bis Monate
- Plötzliche Verwirrtheit als Hinweis auf ein Delir
- Neue fokale Schwäche, Stürze oder Gangveränderung
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.