Die Zwangsstörung ist eine Erkrankung mit ungewollten, aufdringlichen Gedanken oder Impulsen (Zwangsgedanken) und wiederholten Handlungen oder gedanklichen Ritualen (Zwangshandlungen), die die Anspannung verringern sollen. Sie kostet viel Zeit und beeinträchtigt den Alltag, und Expositionstherapie sowie SSRI sind wirksam.
Leitsymptome
- Angst vor Keimen oder Verschmutzung mit wiederholtem Waschen
- Zweifel mit wiederholtem Kontrollieren von Schlössern oder Geräten
- Bedürfnis nach Ordnung, Symmetrie oder dem genau richtigen Gefühl
- Ungewollte Gedanken über Schaden, Sexualität oder Religion
- Mehr als 1 Stunde pro Tag für Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen
Befunde bei der Untersuchung
- Psychopathologischer Befund: Einsicht in die Zwangsgedanken
- Hautschäden an den Händen durch Waschen
- Screening auf Depression, Tics und Suizidgedanken
- Fragen, wie die Symptome Arbeit, Schule und Familie beeinflussen
Diagnostik
- Die Diagnose ist klinisch, nach DSM-5-Kriterien
- Y-BOCS-Skala zur Einschätzung des Schweregrads
- Plötzlicher Beginn bei einem Kind nach einer Infektion: Abklärung auf PANDAS erwägen
- Screening auf körperdysmorphe Störung und pathologisches Horten
Grundlagen der Behandlung
- Kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsverhinderung
- SSRI wie Fluoxetin, Sertralin oder Fluvoxamin, oft in höheren Dosen
- Clomipramin, wenn SSRI nicht wirken
- Bei therapieresistenten Fällen ein Antipsychotikum wie Aripiprazol ergänzen
- Aufklärung der Familie, um Rituale nicht zu unterstützen
Warnzeichen
- Suizidgedanken
- Wegen der Rituale nicht mehr essen, arbeiten oder das Haus verlassen können
- Plötzlicher Beginn bei einem Kind mit Tics oder Verhaltensänderungen
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.