Ein obstruktiver Schock entsteht, wenn ein mechanisches Hindernis den Blutfluss zum oder aus dem Herzen blockiert, obwohl Herzmuskel und Blutvolumen normal sind. Die Hauptursachen sind Spannungspneumothorax, Herzbeuteltamponade und massive Lungenembolie, und jede braucht innerhalb von Minuten eine gezielte Maßnahme.
Leitsymptome
- Plötzliche Atemnot
- Brustschmerz, stechend oder drückend
- Benommenheit, Ohnmacht oder Verwirrtheit
- Kürzliches Trauma, Operation, Krebs oder lange Reise
Befunde bei der Untersuchung
- Niedriger Blutdruck, schneller Puls, gestaute Halsvenen
- Spannungspneumothorax: einseitig fehlendes Atemgeräusch, Trachealverschiebung
- Tamponade: leise Herztöne und Pulsus paradoxus
- Lungenembolie: niedriger Sauerstoff und ein geschwollenes Bein
Diagnostik
- Ultraschall am Bett: Lungengleiten, Perikarderguss, Größe der rechten Kammer
- EKG: Niedervoltage, elektrischer Alternans oder Rechtsherzbelastung
- CT-Pulmonalisangiografie, wenn stabil genug
- Laktat, Troponin und Blutgasanalyse
Grundlagen der Behandlung
- Spannungspneumothorax: Nadeldekompression, dann Thoraxdrainage
- Tamponade: Perikardpunktion
- Massive Lungenembolie: Heparin plus Alteplase oder Embolektomie
- Vorsichtige Volumengabe und ein Vasopressor wie Noradrenalin zur Überbrückung
Warnzeichen
- Pulslose elektrische Aktivität oder drohender Herzstillstand
- Zunehmend niedriger Sauerstoff trotz High-Flow-Sauerstoff
- Steigender Beatmungsdruck am Respirator mit fallendem Blutdruck
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Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.