Schmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Notruf, werden aber oft zu wenig behandelt, vor allem bei Kindern und älteren Menschen. Eine gute Schmerztherapie verbindet eine strukturierte Einschätzung, nicht medikamentöse Maßnahmen und passend gewählte Medikamente, mit Neubewertung nach jeder Gabe.
Leitsymptome
- Schmerz beschrieben nach OPQRST: Beginn, Auslöser, Qualität, Region, Stärke, Zeitverlauf
- Weinen, Schonhaltung oder Grimassieren
- Schneller Puls und schnelle Atmung, Schwitzen
- Angst oder Unruhe
- Schwierigkeiten beim Bewegen oder Schlafen
Befunde bei der Untersuchung
- Schmerzscore mit numerischer Skala, Gesichterskala oder Verhaltensskala
- Vollständige Vitalzeichen vor jeder Medikamentengabe
- Suchen Sie die Ursache: Verletzung, Fehlstellung, Bauch oder Brust
- Allergien, aktuelle Medikamente, letzte Einnahme und Opioidgebrauch
- Bewusstseinslage und Atmung vor der Opioidgabe
Diagnostik
- Schmerzscore nach jeder Maßnahme wiederholen
- Kapnografie und Sauerstoffsättigung unter Opioiden
- EKG bei Brustschmerz
- Bildgebung oder Laborwerte im Krankenhaus zur Ursachensuche
Grundlagen der Behandlung
- Nicht medikamentöse Maßnahmen: Schienung, Lagerung, Kühlung und ruhiger Zuspruch
- Paracetamol, Ibuprofen oder Ketorolac bei leichten bis mittleren Schmerzen
- Fentanyl i.v., i.m. oder intranasal, nach Wirkung titriert
- Niedrig dosiertes Ketamin als Alternative oder Ergänzung
- Auf Sedierung und langsame Atmung achten; Naloxon bereithalten
Warnzeichen
- Schläfrigkeit oder langsame Atmung nach Opioiden
- Niedriger Blutdruck
- Unverhältnismäßig starker Schmerz als Hinweis auf Kompartmentsyndrom oder Ischämie
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Passende Anleitungen
Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NREMT psychomotor skill sheets (EMT and Paramedic); National EMS Education Standards (2021). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.