Ein Perikarderguss ist zu viel Flüssigkeit im Herzbeutel, etwa durch virale Perikarditis, Krebs, Nierenversagen, Schilddrüsenunterfunktion oder Trauma. Sammelt sich die Flüssigkeit schnell an oder wird sie groß, kann sie das Herz zusammendrücken und eine Herzbeuteltamponade verursachen.
Leitsymptome
- Oft keine Symptome, wenn klein oder langsam entstanden
- Druck- oder Völlegefühl in der Brust
- Atemnot, schlimmer im Liegen
- Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden durch Druck auf Nachbarstrukturen
Befunde bei der Untersuchung
- Leise Herztöne
- Erhöhter Jugularvenendruck
- Pulsus paradoxus über 10 mmHg
- Niedriger Blutdruck und schneller Puls bei Tamponade
Diagnostik
- Echokardiografie: Größe des Ergusses und Kollaps der rechten Herzhöhlen
- EKG: Niedervoltage, elektrischer Alternans
- Röntgen-Thorax: vergrößertes, bocksbeutelförmiges Herz
- Ursache suchen: TSH, Nierenfunktion, CRP, Tumorsuche; Flüssigkeitsanalyse bei Punktion
Grundlagen der Behandlung
- Ursache behandeln; NSAR und Colchicin bei Perikarditis
- Kleine stabile Ergüsse mit wiederholtem Echo kontrollieren
- Perikardpunktion bei Tamponade oder großem Erguss
- Perikardfenster bei wiederkehrenden Ergüssen
Warnzeichen
- Niedriger Blutdruck, gestaute Halsvenen und leise Herztöne (Beck-Trias)
- Rasch zunehmende Atemnot
- Erguss nach Thoraxtrauma oder Herzeingriff
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.