Bei der juvenilen respiratorischen Papillomatose verursachen HPV-Typen 6 und 11, die rund um die Geburt von der Mutter auf das Kind übergehen, gutartige warzenartige Wucherungen in den Atemwegen, vor allem an den Stimmlippen. Die Wucherungen kehren immer wieder und können die Atemwege einengen, daher brauchen viele Kinder wiederholte Operationen.
Leitsymptome
- Heisere oder schwache Stimme oder Schreien, das langsam schlechter wird
- Geräuschvolle Atmung (Stridor)
- Chronischer Husten oder wiederholte Atemwegsinfekte
- Schluckbeschwerden bei manchen Kindern
Befunde bei der Untersuchung
- Heisere Stimme und inspiratorischer oder biphasischer Stridor
- Atemarbeit: Einziehungen, Nasenflügeln, Atemfrequenz
- Sauerstoffsättigung
- Nach Genitalwarzen der Mutter in der Schwangerschaft fragen
Diagnostik
- Flexible Laryngoskopie zur Darstellung der Papillome
- Direkte Laryngoskopie und Bronchoskopie in Narkose mit Biopsie
- HPV-Typisierung der Biopsie
- Thorax-Bildgebung bei Verdacht auf Ausbreitung in die Lunge
Grundlagen der Behandlung
- Chirurgische Abtragung mit Mikrodebrider oder Laser, bei Bedarf wiederholt
- Bevacizumab als Zusatztherapie bei schwerer, häufig wiederkehrender Erkrankung
- Tracheotomie möglichst vermeiden
- HPV-Impfung junger Menschen zur Vorbeugung der zugrunde liegenden Infektionen
Warnzeichen
- Stridor in Ruhe oder zunehmende Atemarbeit
- Niedrige Sauerstoffsättigung oder Blaufärbung
- Kind kann nicht sprechen, schreien oder Speichel schlucken
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Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.