Eine Photosensibilitätsreaktion ist eine abnorme Reaktion der Haut auf Sonnenlicht, oft ausgelöst durch ein Medikament oder einen Stoff auf der Haut, der mit UV-Licht reagiert. Phototoxische Reaktionen sehen aus wie ein übertriebener Sonnenbrand, photoallergische dagegen sind juckende, ekzemartige Immunreaktionen.
Leitsymptome
- Brennende, gerötete Haut schon nach kurzer Zeit in der Sonne
- Juckender, ekzemartiger Ausschlag an sonnenexponierten Stellen
- Blasen in schweren Fällen
- Ein neues Medikament vor dem Ausschlag, etwa Doxycyclin, ein Thiazid oder ein NSAR
- Dunklere Haut, die nach dem Abheilen bleibt
Befunde bei der Untersuchung
- Ausschlag nur an Gesicht, Halsausschnitt, Handrücken und Unterarmen
- Schattenbereiche ausgespart: unter dem Kinn, hinter den Ohren, Oberlider
- Scharfe Grenzen an Kleidungsrändern
- Streifen oder seltsame Formen nach Kontakt mit Limettensaft oder Pflanzen (Phytophotodermatitis)
Diagnostik
- Genaue Anamnese zu Medikamenten, Pflanzen und Hautprodukten
- Photopatch-Test bei Verdacht auf Photoallergie
- ANA und Anti-Ro-Antikörper, wenn ein Lupus möglich ist
- Porphyrine bei Blasen und empfindlicher Haut an den Händen
Grundlagen der Behandlung
- Auslösendes Medikament wenn möglich absetzen oder ersetzen
- Strenger Sonnenschutz: Schatten, Kleidung und Breitband-Sonnenschutz
- Kühle Umschläge und topische Steroide
- Orale Antihistaminika gegen Juckreiz; bei schwerem Verlauf kurz Prednison oral
Warnzeichen
- Ausgedehnte Blasen oder sich ablösende Haut
- Fieber, Gelenkschmerzen oder Beschwerden anderer Organe (möglicher Lupus)
- Blasen mit Mund- oder Augenläsionen nach einem neuen Medikament (Stevens-Johnson-Syndrom ausschließen)
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.