Die Poststreptokokken-Glomerulonephritis ist eine Nierenentzündung, die etwa 1 bis 3 Wochen nach einer Streptokokken-Angina oder Hautinfektion auftritt und durch in den Glomeruli abgelagerte Immunkomplexe entsteht. Sie betrifft vor allem Schulkinder und heilt mit unterstützender Behandlung meist vollständig aus.
Leitsymptome
- Cola- oder teefarbener Urin
- Geschwollene Augen und Gesicht, vor allem morgens
- Weniger Urin als üblich
- Kopfschmerzen durch hohen Blutdruck
Befunde bei der Untersuchung
- Blutdruck, oft erhöht
- Ödeme an Gesicht und Beinen, Gewichtszunahme
- Zeichen der Überwässerung: Rasselgeräusche, erhöhter Jugularvenendruck
- Kürzliche Halsentzündung oder abheilende Hautwunden
Diagnostik
- Urinanalyse: Blut, Erythrozytenzylinder und etwas Eiweiß
- Niedriges Komplement C3, das sich in 6 bis 8 Wochen normalisiert
- Antistreptolysin-O- oder Anti-DNase-B-Titer
- Kreatinin, Elektrolyte und bei Bedarf Nierenultraschall
Grundlagen der Behandlung
- Salz und Flüssigkeit begrenzen; tägliches Wiegen und Ein- und Ausfuhrbilanz
- Schleifendiuretikum wie Furosemid gegen Ödeme und Blutdruck
- Antihypertensiva wie Amlodipin, wenn der Druck hoch bleibt
- Antibiotika wie Penicillin nur, wenn die Streptokokkeninfektion noch besteht
- Dialyse selten, bei schwerem Nierenversagen oder hohem Kalium
Warnzeichen
- Starke Kopfschmerzen, Krampfanfall oder Sehstörungen durch hohen Blutdruck
- Sehr wenig oder kein Urin
- Atemnot durch Flüssigkeit in der Lunge
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; NCSBN 2026 NCLEX-RN Test Plan. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.