Eine Lungenembolie entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel, meist aus einer tiefen Beinvene, löst und in den Lungenarterien stecken bleibt. Es blockiert den Blutfluss durch die Lunge und belastet das rechte Herz, und ein großes Gerinnsel kann einen plötzlichen Kreislaufzusammenbruch auslösen.
Leitsymptome
- Plötzliche Atemnot
- Stechender Brustschmerz, schlimmer beim Einatmen
- Husten, manchmal mit Blut
- Schwindel oder Ohnmacht
- Geschwollenes, schmerzhaftes Bein durch das ursprüngliche Gerinnsel
Befunde bei der Untersuchung
- Schnelle Atmung und schneller Puls
- Niedrige Sauerstoffsättigung
- Niedriger Blutdruck bei massiver Embolie
- Schwellung, Druckschmerz oder Überwärmung des Beins
- Erhöhter Jugularvenendruck bei Rechtsherzbelastung
Diagnostik
- Klinische Wahrscheinlichkeit mit dem Wells-Score oder der PERC-Regel
- D-Dimer bei niedriger Wahrscheinlichkeit; ein normaler Wert hilft, sie auszuschließen
- CT-Pulmonalisangiografie zur Bestätigung; V/Q-Szintigrafie, wenn kein Kontrastmittel möglich ist
- EKG, Troponin und BNP zur Suche nach Rechtsherzbelastung
- Echokardiografie am Bett beim instabilen Patienten
Grundlagen der Behandlung
- Sauerstoff und engmaschige Überwachung
- Antikoagulation rasch beginnen, zum Beispiel Heparin, Enoxaparin oder Apixaban
- Massive Embolie mit Schock: systemische Thrombolyse, zum Beispiel Alteplase
- Entfernung des Gerinnsels per Katheter oder Operation, wenn Thrombolyse nicht möglich ist oder versagt
- Antikoagulation mindestens 3 Monate fortführen
Warnzeichen
- Niedriger Blutdruck oder Ohnmacht
- Sättigung fällt trotz Sauerstoff
- Zeichen der Rechtsherzbelastung oder Herzstillstand
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Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.