Die Pyelonephritis ist eine bakterielle Infektion der Niere, meist durch Bakterien wie E. coli, die aus der Blase aufsteigen. Mit rascher Antibiotikagabe verläuft sie meist gut, sie kann aber zu Sepsis oder einem Nierenabszess fortschreiten.
Leitsymptome
- Fieber und Schüttelfrost
- Flanken- oder Rückenschmerz, meist einseitig
- Übelkeit und Erbrechen
- Brennen beim Wasserlassen, Harndrang und häufiges Wasserlassen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Befunde bei der Untersuchung
- Fieber und schneller Puls; Blutdruck im Hinblick auf Sepsis prüfen
- Klopfschmerz im Nierenlager (kostovertebraler Winkel)
- Bauchuntersuchung zur Suche nach anderen Ursachen
- Zeichen der Austrocknung
Diagnostik
- Urinuntersuchung: Leukozyten, Nitrit, manchmal Leukozytenzylinder
- Urinkultur vor den Antibiotika
- Blutbild, Nierenfunktion; Blutkulturen bei schwerem Krankheitsbild
- Schwangerschaftstest bei Frauen, die schwanger sein könnten
- CT oder Ultraschall bei schwerem Verlauf, fehlender Besserung nach 48 bis 72 Stunden oder Verdacht auf einen Stein
Grundlagen der Behandlung
- Antibiotika nach lokaler Resistenzlage, etwa Ciprofloxacin oder Ceftriaxon, dann nach Kultur anpassen
- Stationäre Aufnahme bei Erbrechen, Sepsis, Schwangerschaft oder fehlender Besserung
- Infusionen, Schmerz- und Fieberbehandlung
- Dringende Entlastung einer gestauten, infizierten Niere
Warnzeichen
- Niedriger Blutdruck oder Verwirrtheit
- Keine Besserung nach 48 bis 72 Stunden Antibiotika
- Schwangerschaft, Einzelniere oder verlegte Harnwege
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.