Beim Sick-Sinus-Syndrom versagt der natürliche Taktgeber des Herzens durch Alter und Fibrose, was zu langsamen Frequenzen, Pausen oder Sinusarrest führt. Viele Patienten haben zusätzlich Phasen von Vorhofflimmern, ein Muster, das Tachykardie-Bradykardie-Syndrom heißt.
Leitsymptome
- Müdigkeit und geringe Belastbarkeit
- Schwindel, Beinahe-Ohnmacht oder Ohnmacht
- Herzklopfen bei schnellen Phasen
- Verwirrtheit oder Stürze bei älteren Menschen
Befunde bei der Untersuchung
- Langsamer oder unregelmäßiger Puls; zwischen den Episoden oft normal
- Blutdruck und Zeichen schlechter Durchblutung
- Verletzungen durch Stürze
- Medikamentencheck: Betablocker, Diltiazem, Verapamil, Digoxin
Diagnostik
- EKG: Sinusbradykardie, Pausen oder Wechsel zwischen schnellen und langsamen Rhythmen
- Langzeit-EKG, Event-Recorder oder implantierbarer Loop-Recorder, um Symptome und Rhythmus zu verknüpfen
- Elektrolyte und TSH, um reversible Ursachen auszuschließen
- Belastungstest, wenn die Herzfrequenz bei Anstrengung nicht steigt
Grundlagen der Behandlung
- Herzverlangsamende Medikamente wenn möglich absetzen oder reduzieren
- Dauerhafter Herzschrittmacher bei symptomatischer Bradykardie oder Pausen
- Mit Schrittmacher: Frequenzkontrolle mit Medikamenten für die schnellen Phasen
- Antikoagulation bei Vorhofflimmern je nach Schlaganfallrisiko
- Instabile Bradykardie: Atropin, transkutanes Pacing, Infusion von Adrenalin oder Dopamin
Warnzeichen
- Ohnmacht, besonders mit Verletzung
- Langsame Frequenz mit niedrigem Blutdruck, Brustschmerz oder Verwirrtheit
- Pausen von mehr als 3 Sekunden im Monitoring
In Making Synapses üben
Making Synapses-Fälle
Passende Anleitungen
Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.