Bei der Epiphyseolysis capitis femoris rutscht der Hüftkopf über die Wachstumsfuge vom Schenkelhals ab, meist bei übergewichtigen Kindern zwischen 10 und 16 Jahren. Der Schmerz kann nur im Knie auftreten, deshalb muss bei jedem hinkenden Jugendlichen die Hüfte untersucht werden.
Leitsymptome
- Hinken und Schmerzen in Hüfte, Leiste, Oberschenkel oder Knie
- Schmerz seit Wochen bis Monaten oder plötzlich nach einem leichten Sturz
- Belastung unmöglich bei instabilem Abrutsch
- Bein beim Gehen nach außen gedreht
Befunde bei der Untersuchung
- Verlust der Innenrotation der Hüfte
- Hüfte weicht bei Beugung in Außenrotation aus (Drehmann-Zeichen)
- Hinkendes Gangbild oder Außenrotationsgang; das Bein kann kürzer wirken
- Die Gegenseite prüfen, sie ist oft mitbetroffen
Diagnostik
- Beckenübersicht und Lauenstein-Aufnahme beider Hüften
- Die Klein-Linie schneidet den Hüftkopf nicht
- Schilddrüsenwerte und weitere Hormonuntersuchungen bei untypischem Alter oder Körperbau
Grundlagen der Behandlung
- Sofort keine Belastung, Gehstützen
- Dringende Überweisung in die Orthopädie
- Operative Fixierung mit einer Schraube durch die Wachstumsfuge (In-situ-Fixation)
- Prophylaktische Fixierung der Gegenseite bei Kindern mit hohem Risiko erwägen
Warnzeichen
- Gar keine Belastung möglich, Zeichen eines instabilen Abrutschs
- Jugendlicher mit Knieschmerz und unauffälligem Kniebefund
- Plötzliche Schmerzzunahme, die das Risiko einer Hüftkopfnekrose erhöht
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.