Die Stress-Kardiomyopathie ist eine plötzliche, meist vorübergehende Schwäche der linken Herzkammer, oft mit Ballonierung der Spitze, ausgelöst durch starken emotionalen oder körperlichen Stress. Sie betrifft vor allem Frauen nach der Menopause und sieht wie ein Herzinfarkt aus, doch die Herzkranzgefäße zeigen keinen Verschluss.
Leitsymptome
- Plötzlicher Brustschmerz nach einem belastenden Ereignis
- Atemnot
- Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmacht
- Manchmal Schockzeichen
Befunde bei der Untersuchung
- Kann normal sein
- Rasselgeräusche und andere Zeichen der Herzinsuffizienz
- Niedriger Blutdruck und schneller Puls
- Neues Systolikum durch Obstruktion des Ausflusstrakts
Diagnostik
- EKG: ST-Hebung oder tiefe T-Negativierung, oft langes QT
- Troponin nur mäßig erhöht im Vergleich zur großen schwachen Wandfläche
- Koronarangiografie: kein verschlossenes Gefäß
- Echokardiografie oder Ventrikulografie: apikale Ballonierung; Herz-MRT zur Bestätigung
Grundlagen der Behandlung
- Wie ein akutes Koronarsyndrom behandeln, bis die Koronarangiografie einen Verschluss ausschließt
- Herzinsuffizienztherapie: Diuretika, dann ACE-Hemmer und Betablocker, sobald stabil
- Ausflusstraktobstruktion: Flüssigkeit und Betablocker; Nitrate und Inotropika vermeiden
- Antikoagulation, wenn sich ein Thrombus in der linken Kammer bildet
- Echokardiografie wiederholen; die meisten erholen sich innerhalb von Wochen
Warnzeichen
- Schock oder Lungenödem
- Langes QT mit ventrikulären Rhythmusstörungen
- Plötzliche Schwäche oder Sprachstörung durch einen Thrombus
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Quellen: NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations; AAMC Core Entrustable Professional Activities (Core EPAs). Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.