Die supraventrikuläre Tachykardie (SVT) ist ein schneller, regelmäßiger Herzrhythmus, meist 150 bis 250 Schläge pro Minute, verursacht durch einen Kurzschluss oberhalb der Kammern. Die meisten Patienten sind stabil und konvertieren mit vagalen Manövern oder Adenosin, während instabile Patienten sofort eine elektrische Kardioversion brauchen.
Leitsymptome
- Plötzliches Herzrasen, das abrupt beginnt und endet
- Herzklopfen oder Pochen im Hals
- Benommenheit, Schwindel oder Beinahe-Ohnmacht
- Atemnot oder Druckgefühl in der Brust
- Angst und Müdigkeit nach der Episode
Befunde bei der Untersuchung
- Puls: schnell und regelmäßig
- Blutdruck und mentaler Status auf Zeichen der Instabilität
- Zeichen von Herzinsuffizienz oder schlechter Durchblutung
- Sichtbares Pulsieren der Halsvenen
- Auslöser: Koffein, Stimulanzien, Dehydratation
Diagnostik
- 12-Kanal-EKG: schmaler, regelmäßiger QRS, Frequenz oft 150 bis 250, P-Wellen verborgen
- Kontinuierliches Monitoring und Aufzeichnung des Rhythmus während der Konversion
- Elektrolyte und Schilddrüsenwerte in der Klinik
- Echokardiografie und Überweisung bei wiederkehrenden Episoden
Grundlagen der Behandlung
- Instabiler Patient: synchronisierte Kardioversion
- Zuerst vagale Manöver, etwa das modifizierte Valsalva-Manöver (pressen, dann flach hinlegen mit angehobenen Beinen)
- Adenosin 6 mg als schneller i.v.-Bolus mit Nachspülen, dann 12 mg bei Bedarf
- Diltiazem oder ein Betablocker wie Metoprolol, wenn Adenosin nicht wirkt
- Katheterablation bei wiederkehrender SVT
Warnzeichen
- Niedriger Blutdruck, Brustschmerz oder Verwirrtheit
- Breiter QRS oder unregelmäßiger Rhythmus (keine einfache SVT)
- Ohnmacht während der Episode
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Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.