Eine symptomatische Bradykardie ist eine langsame Herzfrequenz, meist unter 50 Schlägen pro Minute, die zu einer schlechten Durchblutung von Gehirn oder Körper führt. Häufige Ursachen sind AV-Blockierungen, ein Herzinfarkt, Medikamente wie Betablocker und ein hohes Kalium.
Leitsymptome
- Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht
- Müdigkeit und Schwäche
- Atemnot
- Brustschmerz oder Druckgefühl
- Verwirrtheit
Befunde bei der Untersuchung
- Puls unter 50 und Blutdruck
- Schockzeichen: blasse, kühle Haut und verzögerte Rekapillarisierung
- Veränderungen des mentalen Status
- Rasselgeräusche über der Lunge bei Herzinsuffizienz
- Medikamentenliste: Betablocker, Kalziumkanalblocker, Digoxin
Diagnostik
- 12-Kanal-EKG: Sinusbradykardie, AV-Block zweiten oder dritten Grades
- Elektrolyte, besonders Kalium
- Troponin bei möglichem Herzinfarkt
- Digoxinspiegel und Schilddrüsenwerte, wenn sinnvoll
Grundlagen der Behandlung
- Sauerstoff bei niedriger Sättigung, venöser Zugang und Monitor
- Atropin 1 mg i.v., alle 3 bis 5 Minuten wiederholt bis 3 mg
- Transkutane Stimulation, wenn Atropin nicht wirkt
- Adrenalin- oder Dopamin-Infusion als Überbrückung
- Ursache behandeln: Glukagon bei Betablocker-Überdosis, Kalzium bei Überdosis von Kalziumkanalblockern oder hohem Kalium; transvenöser Schrittmacher
Warnzeichen
- Niedriger Blutdruck oder Schock
- AV-Block dritten Grades
- Ohnmacht oder Brustschmerz
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Quellen: NASEMSO National Model EMS Clinical Guidelines; NCCPA PANCE Content Blueprint; NBOME COMLEX-USA clinical presentations. Von Making Synapses verfasst. Making Synapses ist mit diesen Organisationen nicht verbunden.